Blog: Wirksamkeit von Werbeartikeln

Was sagt die Wissenschaft über Werbegeschenke, haptische Werbung und Markenwirkung?

Logo der TENGLER WERBEMANUFAKTUR auf weißem Hintergrund.

Wirken Werbeartikel wirklich? Die Antwort der Forschung ist differenzierter als viele Werbeaussagen annehmen lassen: Werbeartikel können Markenwahrnehmung, Erinnerung, Sympathie und Kaufabsicht günstig beeinflussen — insbesondere dann, wenn sie nützlich und hochwertig sowie zur Marke passend gewählt werden. Der folgende Artikel gibt einen übersichtlichen Überblick über die wissenschaftliche Studienlage.

Warum die Wirksamkeit von Werbeartikeln eine berechtigte Frage ist

Werbeartikel gehören seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Kugelschreiber, Notizbücher, Tassen, Trinkflaschen, Taschen, Textilien, Kalender, technische Accessoires oder auch hochwertige Kundengeschenke werden auf Messen, beim Kundentermin, im Recruiting, als Mailing-Beilage oder im Rahmen von Kampagnen eingesetzt.

Die praktische Erfahrung vieler Unternehmen lautet: Ein guter Artikel bleibt länger im Kopf als eine vergängliche Anzeige. Er liegt auf dem Schreibtisch, wird tagtäglich benutzt, weitergereicht oder erinnert an ein Gespräch. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob diese Wirkung nur angenommen oder auch wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Die kurze Antwort: Ja, es gibt wissenschaftliche Belege dafür, dass Werbeartikel wirken können. Hierzu gibt es Studien zu „promotional merchandise“, „promotional products“, „premiums“, haptischer Werbung und psychologischem Besitzgefühl. Die Forschung zeigt aber auch: Ein Werbeartikel muss nicht unbedingt wirken, nur weil ein Logo darauf gedruckt ist. Wichtig sind Nutzwert, Qualität, Markenpassung, Zielgruppe und Kontext.

Was ist ein Werbeartikel?

Wir verstehen unter Werbeartikeln physische Produkte, die von Unternehmen, Marken oder Organisationen eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit, Erinnerung, Sympathie, Vertrauen oder Kundenbindung zu erzeugen. International werden dafür die Begriffe „promotional products“, „promotional merchandise“, „advertising specialties“, „branded merchandise“ oder „premiums“ benutzt.

Zu den klassischen Beispielen eignen sich Schreibgeräte, Notizbücher, Tassen, Trinkflaschen, Textilien, Taschen, technische Gadgets, Kalender, nachhaltige Alltagshelfer und hochwertige Kundengeschenke. Dabei kommt es nicht nur auf den Artikel selbst an, sondern auch auf seine kommunikative Funktion. Der Gegenstand soll Marke erlebbar machen und im Alltag des Empfängers gesehen werden.

Hierin unterscheiden sich Werbeartikel deutlich von vielen klassischen Werbemedien. Eine Anzeige wird wahrgenommen. Ein Werbeartikel wird benutzt. Er wird berührt, getragen, geöffnet, gehört zur Ausstattung und wird immer wieder zur Hand genommen.

Warum Werbeartikel anders wirken als klassische Werbung

Klassische Werbung spricht vor allem visuell oder akustisch an. Werbeartikel nutzen zusätzlich den Tastsinn und schaffen damit eine physische Markenerfahrung. Diese Haptik ist aus psychologischen Gründen wichtig, denn Berührung und Besitzempfinden beeinflussen die Bewertung von Objekten.

Die Konsumentenforschung spricht vom sogenannten psychologischen Besitzgefühl. Eine vielzitierte Studie von Joann Peck und Suzanne B. Shu, veröffentlicht im Journal of Consumer Research, macht deutlich, dass allein schon das Berühren eines Objekts zu einem erhöhten Besitzgefühl führen kann. Dieses erhöhte Besitzgefühl kann auch die Bewertung des Werts eines Objekts beeinflussen.

Für Werbeartikel ist dieser Zusammenhang besonders interessant: Ein physischer Gegenstand ist nicht nur Werbefläche, er wird auch Teil einer Nutzungssituation. Trinkt der Kunde täglich aus seiner gebrandeten Flasche, schreibt er mit einem hochwertigen Stift oder bringt eine Tasche ständig mit sich in Verbindung, so hat er mehrfach Markenkontakt — meist, ohne Werbung bewusst als Werbung wahrzunehmen.Mehr zur psychologischen Wirkung physischer Werbemittel lesen Sie in unserem Beitrag über haptische Werbung und die Psychologie hinter Werbeartikeln.

Die bedeutendste direkte Studie: „Silent Persuasion“

Eine der wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten zur Wirkung von Werbeartikeln stammt von Bernadette Kamleitner und Eva Marckhgott. Die Studie mit dem Titel „Silent persuasion. Incidental use of promotional merchandise benefits unfamiliar brands“ wurde im International Journal of Advertising veröffentlicht.

In zwei kontrollierten Laborexperimenten untersuchten die beiden Forscherinnen, ob bereits die beiläufige Nutzung eines gebrandeten Werbeartikels die Einstellung zu einer Marke beeinflussen kann. Es ging nicht etwa darum, ob Leute irgendeine Werbebotschaft bewusst zur Kenntnis nehmen. Vielmehr ging es um eine Alltagssituation: Da verwendet jemand einen Gegenstand, der mit einer Marke versehen ist, ohne auf das Logo zu achten.

Das Ergebnis ist eindrucksvoll: Bei unbekannten Marken reagierten Konsumenten positiver auf die Marke, nachdem sie deren Merchandise beiläufig benutzt hatten. Der Effekt trat sogar dann auf, wenn die Teilnehmenden das Logo nicht mehr bewusst wahrnahmen. Bei bekannten Marken stellte sich dieser Effekt hingegen nicht ein.

Die Botschaft für die Praxis ist klar: Werbeartikel können besonders interessant werden, wenn eine Marke noch nicht sehr stark im Kopf der Zielgruppe verankert ist. Das betrifft neue Unternehmen, Start-ups oder lokale Anbieter, neue Produktlinien, Messekontakte, Recruiting-Kampagnen oder Erstkontakte im B2B-Vertrieb.

Werbeartikel im Media-Mix: Nicht Ersatz, sondern Verstärker

Eine weitere für Werbeartikel sehr interessante Studie ist „Improving the media mix: how promotional products enhance advertising impact“ von Liu, LeBlanc, Kanso und Nelson. Die Studie untersucht, wie Werbeartikel im Vergleich zu und in Kombination mit anderen Werbemedien wirken.

Die Ergebnisse zeigen, dass Werbeartikel in mehreren Wirkungsgrößen positive Effekte gegenüber TV-Werbung erzielen konnten: unter anderem bei Glaubwürdigkeit, Einstellung zur Werbung, Einstellung zum Produkt und bei Verhaltensabsichten wie Kauf- und Empfehlungsabsicht. Positiv fielen die Effekte auch aus, wenn Werbeartikel zusammen mit TV und Print eingesetzt wurden.

Wichtigste Erkenntnis daraus: Werbeartikel sind nicht als isoliertes „Giveaway“ am Ende einer Kampagne zu sehen. Ihre Kraft entfalten sie besonders, wenn sie Teil eines durchdachten Kommunikationskonzepts werden.

So kann ein Unternehmen eine nachhaltige Produktlinie kommunizieren. Auf der Website werden die Vorteile erklärt, in den Social Media werden Anwendungen gezeigt, im Vertrieb werden Gespräche geführt und ein hochwertiger, langlebiger Werbeartikel macht die Botschaft physisch erlebbar. In diesem Fall trägt der Werbeartikel nicht nur ein Logo, sondern verlängert die Kampagnenidee in den Alltag des Empfängers.

Was die Wissenschaft nahelegt

  • Werbeartikel können unbekannten Marken helfen.
    Die Studie „Silent Persuasion“ zeigt, dass beiläufig genutztes Promotional Merchandise gerade bei unbekannten Marken positive Reaktionen hervorrufen kann.
  • Haptik verändert die Wahrnehmung.
    Forschung zum psychologischen Besitzgefühl zeigt, dass die Berührung und Nähe zu einem Gegenstand dessen Bewertung verändern können.
  • Werbeartikel können den Media-Mix stärken.
    Studien zeigen, dass Promotional Products in Kombination mit anderen Werbemedien Glaubwürdigkeit, Einstellung und so auch Verhaltensabsichten verbessern können.
  • Passung ist entscheidend.
    Ein Werbeartikel wirkt stärker, wenn er zu Marke, Zielgruppe, Botschaft und Nutzungssituation passt.

Was Unternehmen hieraus lernen können

  • Nutzwert vor Logo-Pflaster.
    Ein gerne und häufig genutzter Artikel hat mehr Markenkontakte als ein beliebiger Streuartikel.
  • Qualität schlägt auf die Marke.
    Der Werbeartikel wird schneller zum Markenschreck, als man denkt. Billigartikel können die Markenwirkung schnell drücken.
  • Kontext macht Wirkung.
    Sinnvoll übergebene Werbeartikel wirken anders als achtlos verscherbelte Giveaways.
  • Strategie vor Artikel.
    Gute Werbeartikel entstehen nicht aus dem Katalog heraus, sondern aus Zielgruppe, Anlass, Botschaft und gewünschter Wirkung.

Werbeartikel und Markenaufbau – spannend vor allem für neue Marken

Werbeartikel sind dort spannend, wo Markenbekanntheit, Vertrauen und Wiedererkennung überhaupt erst wachsen müssen. Sowohl junge Unternehmen als auch alteingesessene Anbieter, die neue Zielgruppen, neue Leistungen oder neue Produktlinien erschließen wollen, finden hier spannende Felder.

Kamleitner und Marckhgott legen mit ihrer Forschung nahe, dass insbesondere unbekannte Marken von beiläufig genutztem Merchandise profitieren können. Der Werbeartikel schafft eine erste positive Berührung, die nicht einmal wirklich als Werbung verarbeitet werden muss. Das ist für das Marketing wichtig, denn viele Kauf- und Markenentscheidungen erfolgen nicht nur rational, sondern auch über Vertrautheit, Sympathie und Wiederholung.

Für Unternehmen bedeutet das: Werbeartikel eignen sich besonders für Anlässe, bei denen aus einem kurzen Kontakt eine bleibende Erinnerung entstehen soll. Dazu zählen Messen, Events, Erstgespräche, Mailings, Recruitingmaßnahmen und Kundentermine.

Der Fit macht’s: Warum passende Werbeartikel besser wirken

Wiederkehrendes Thema in der Forschung zu Werbegeschenken und Premium-Promotions ist der Fit. Also die Passgenauigkeit zwischen Artikel, Marke, Produkt, Zielgruppe und Anlass.

Ein Werbeartikel wirkt nicht deshalb, weil er kostenlos ist. Er wirkt dann, wenn er als relevant, nützlich oder hochwertig erlebt wird. Ein unpassender Artikel kann beliebig, billig oder sogar störend wirken. Ein passender hingegen kann sagen: Diese Marke versteht meine Situation.

Ein Fitnessstudio kann mit einer edlen Trinkflasche oder einem Sporthandtuch eine stärkere Beziehung herstellen als mit einem beliebigen Büroartikel. Ein Handwerksbetrieb kann wahrscheinlich mit robusten, praktischen Alltagshelfern punkten. Eine Designagentur tut gut daran, bei ihrem Artikel besonders auf Ästhetik, Material und Gestaltung zu achten, denn der Werbeartikel wird selbst zum Test für die Designkompetenz.

Die zentrale Frage lautet daher nicht: „Welchen Artikel können wir günstig bedrucken?“ Sondern: „Welcher Artikel passt zu unserer Marke, zu unserer Zielgruppe und zu dem Moment, in dem wir ihn überreichen?“

Qualität ist keine Kleinigkeit, sondern Teil der Botschaft

Werbeartikel sind nicht nur Träger einer Botschaft. Sie sind selbst eine Botschaft.

Ein Kugelschreiber, der schlecht schreibt, eine Trinkflasche, die unangenehm riecht oder ein T-Shirt, das nach wenigen Wäschen seine Form verliert, sagt auch etwas über die Marke aus – nur vermutlich nicht das, was gewünscht war.

Aus der Sicht der Markenwahrnehmung wird der Artikel schnell stellvertretend für das Unternehmen. Hochwertige, nützliche und angenehm gestaltete Produkte können positive Eigenschaften auf die Marke übertragen: Sorgfalt, Wertigkeit, Verlässlichkeit, Anspruch. Minderwertige Produkte können dann genau das Gegenteil bewirken.

Gerade im B2B-Bereich, im Recruiting, bei hochwertigen Dienstleistungen und bei Kundengeschenken ist Qualität deshalb oft wichtiger als Quantität. Ein kleineres Budget für gezielte, hochwertige Werbeartikel kann erfolgreicher wirken als eine große Menge beliebiger Streuartikel.

Wiederholung: Der heimliche Vorteil guter Werbeartikel

Ein ganz wichtiger Vorteil von Werbeartikeln ist ihre Wiederholung. Eine Anzeige sieht man oft nur Sekunden. Ein gut gewählter Werbeartikel kann aber auch Wochen, Monate oder ganze Jahre lang genutzt werden.

Die wiederholte Präsenz ist für Markenkommunikation wichtig. Markenaufbau geschieht selten durch einen einzigen Kontakt. Oft geschieht er durch wiederholte, aufeinander abgestimmte Kontakte. Ein Werbeartikel kann derlei Kontakte herstellen, ohne jede Woche aufs Neue aktiven Werbeaufwand treiben zu müssen.

Aber auch hier gilt: Wiederholung entsteht nur, wenn der Artikel tatsächlich benutzt wird. Ein Artikel, der sofort nach Erhalt in der Schublade verschwindet oder gleich entsorgt wird, hat keinen Kommunikationswert. Und deshalb sind Nutzwert, Gestaltung, Materialgüte und Verständnis für die Zielgruppe so wichtig.

Die beste Werbefläche ist nicht zwingend die größte Logo-Fläche. Die beste Werbefläche ist ein Artikel, den Menschen gerne benutzen.

Reziprozität: Warum Geschenke Beziehungen verändern können

Ein weiterer psychologischer Mechanismus, der hinter Werbeartikeln steht, ist die Reziprozität. Menschen reagieren regelmäßig positiv auf Aufmerksamkeit, Hilfen und Geschenke, die sie erhalten. Ein annehmbarer Werbeartikel kann so also auch Sympathie und Wohlwollen wecken.

Aber auch hier gilt es, die Grenze von Wertschätzung und Zuwendung zu Manipulation zu erkennen. Der Werbeartikel darf nicht wie ein Bestechungsversuch scheinen, sondern muss mehr oder weniger als angemessene Zuwendung, als hilfreicher oder sympathischer Beitrag zur Beziehung empfunden werden.

Gerade im Geschäftskundenbereich ist hier Fingerspitzengefühl gefragt. Ein brauchbares und hochwertiges Kundengeschenk zur Beziehungspflege ist sicher gut zu verwenden. Ein zum falschen Zeitpunkt überreichter, übertrieben eingeschätzter oder auch einfach unpassender Artikel kann Irritation auslösen. Auch hier gilt: Das Maß der Zweckmäßigkeit entscheidet.

Nachhaltigkeit verändert die Betrachtungsweise

Kein modernes Besinnen auf den Gedanken des Werbeartikels kommt ohne Nachhaltigkeit aus. Immer mehr Unternehmen und Empfänger achten heute auf Material, Herkunft, Haltbarkeit, Wiederverwendbarkeit und Funktionalität.

Das passt gut zu den wissenschaftlichen Wirkprinzipien: Ein langlebiger Artikel wird häufiger in Gebrauch sein, ein wertvollerer Artikel wird die Eindrücke verstärken, ein glaubhaft nachhaltiger Artikel kann die Positionierung eines Unternehmens unterstützen.

Aber auch hier gilt: Ein nachhaltiger, wahrhaft „grüner“ Artikel ist nicht automatisch ein sinnvoller Artikel. Wird der Artikel überhaupt gebraucht? Ist er haltbar? Ist er auch wirklich zur Zielgruppe passend? Ist er zur Marke passend? Ist die Materialentscheidung hinterfragenswert? Wird die Nachhaltigkeitsaussage glaubhaft belegt?

Ein haltbarer, häufig genutzter Artikel ist nachhaltiger und wirksamer als irgendein dem Zweck nicht dienender, aber ökologisch korrekt klingender Streuartikel.

Soviel ist aber auch klar

Trotz all dieser Evidenz muss man ehrlich bleiben: Viele der Studien über die Wirkung von Werbeartikeln stammen aus Branchenstudien, Verbandsveröffentlichungen oder Befragungen. Solche Daten sind spannend, aber eben nicht mit unabhängiger wissenschaftlicher Forschung vergleichbar.

Die wissenschaftliche Literatur zeigt gute Hinweise auf Effekte bei Markenwahrnehmung, Sympathie, Erinnerungswert, Glaubwürdigkeit, Einstellung zur Werbung, Einstellung zum Produkt, Kaufabsicht, Empfehlungsabsicht und psychologischer Nähe.

Weniger eindeutig ist die Studienlage bei harten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie direktem Umsatzbeitrag, langfristigem Customer Lifetime Value, kanalübergreifendem ROI oder kausaler Wirkung unter realen Feldbedingungen über viele Branchen hinweg.

Das bedeutet nicht, dass Werbeartikel keinen messbaren wirtschaftlichen Nutzen haben. Es bedeutet nur: Seriöse Aussagen dürfen nicht pauschal sein. Die Wirkung hängt sehr stark vom Ziel, von der jeweiligen Zielgruppe, der Qualität des Artikels selbst, vom Kampagnenkontext insgesamt und von der Messmethode ab.

Werbeartikel sind also kein Wundermittel. Aber ein wirkungsvolles Kommunikationsinstrument, wenn sie strategisch eingesetzt werden.

Wie Unternehmen die Wirkung von Werbeartikeln besser abschätzen können

Werbeartikel lassen sich genauer unter die Lupe nehmen, wenn bereits vor der Auswahl des Produkts ein Ziel formuliert wird. Soll Aufmerksamkeit erzeugt werden? Soll eine Marke sympathischer wirken? Soll ein Messegespräch verlängert werden? Soll ein Mailing mehr Rücklauf erzeugen? Soll ein Kundengeschenk Wertschätzung ausdrücken? Oder soll ein Onboarding Kit die Arbeitgebermarke stärken?

Je klarer das Ziel, desto besser lässt sich der passende Artikel auswählen und die Wirkung prüfen.

Mögliche Kennzahlen sind beispielweise Rücklaufquoten bei Mailings, QR-Code-Scans, Landingpage-Besuche über individuelle URLs, Terminbuchungen nach Kampagnen, Messekontakte, Nachfassquoten, Wiedererkennung in Befragungen, Feedback aus Vertrieb und Kundenservice oder Social-Media-Erwähnungen bei besonders kreativen Artikeln.

Auch qualitative Rückmeldungen sind wertvoll. Wenn Kunden einen Artikel aktiv erwähnen, ihn im Alltag verwenden oder beim nächsten Termin wieder mitgebracht haben, ist das ein starkes Signal für Relevanz.

Checkliste: Was einen wirksamen Werbeartikel ausmacht

Ein Werbeartikel hat besonders gute Chancen auf Wirkung, wenn möglichst viele dieser Fragen mit Ja beantwortet werden können:

  • Passt der Artikel zur Marke?
  • Passt der Artikel zur Zielgruppe?
  • Hat der Artikel einen echten Nutzwert?
  • Wird der Artikel im Alltag wahrscheinlich verwendet?
  • Ist die Qualität gut genug, um positiv auf die Marke einzuzahlen?
  • Ist die Gestaltung ansprechend?
  • Ist das Branding angemessen und nicht aufdringlich?
  • Unterstützt der Artikel eine konkrete Kampagne oder Botschaft?
  • Gibt es einen sinnvollen Anlass für die Übergabe?
  • Ist der Artikel langlebig?
  • Ist eine Nachhaltigkeitsaussage glaubwürdig?
  • Lässt sich die Wirkung zumindest teilweise messen?

Diese Checkliste zeigt: Gute Werbeartikel sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis von Strategie, Zielgruppenkenntnis und einer sauberen Umsetzung.

Passt doch wunderbar: Praxisbeispiele, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in gute Werbeartikel übersetzt werden

Das Messegeschenk: Ein Unternehmen bleibt nach einem kurzen Gespräch in Erinnerung. Ein beliebiger Kugelschreiber tut es, wenn er hochwertig ist. Noch besser ist aber ein Artikel, der das Gesprächsthema aufgreift und anschließend nach der Messe weiterverwendet wird.

Recruiting: Im Recruiting geht es nicht nur um Aufmerksamkeit, sondern um die Arbeitgebermarke. Ein durchdachtes Willkommenspaket, ein tolles Textil, ein nützliches Desk-Set — das alles zeigt: Dieses Unternehmen achtet auf Details und Wertschätzung.

Das Kundengeschenk: Ein gutes Kundengeschenk soll nicht möglichst teuer sein, sondern passen. Es soll die Beziehung widerspiegeln: persönlich, nützlich, hochwertig und markenkonform.

Nachhaltige Markenkommunikation: Wer nachhaltig kommuniziert, sollte keine Wegwerfartikel verwenden. Besser sind langlebige Produkte, wiederverwendbare Materialien, transparente Herkunft und ein klarer Bezug zur Marke.

Und zum Schluss die häufigsten Fragen zur Werbewirkung von Werbeartikeln

Sind Werbeartikel out?

Nein, wenn sie strategisch ausgesucht werden. Gerade in einer digitalen Kommunikationswelt können haptische Werbeartikel auffallen, weil sie greifbar und nutzbar sind und nachhaltig wirken. Wichtig ist, dass der Artikel zur Zielgruppe, zur Marke und zum Anlass passt.

Welche Werbeartikel wirken am besten?

Eine universelle Bestenliste gibt es nicht. Besonders wirkungsvoll sind solche Werbeartikel, die im Alltag gebraucht werden, wertig verarbeitet sind und einen Bezug zur Marke oder zur Botschaft haben. Nutzwert, Qualität und Bezug zur Marke sind wichtiger als die Größe des Logos.

Gibt es wissenschaftliche Studien zur Werbewirkung von Werbeartikeln?

Ja. Besonders relevant sind hier die Studien zur Wirksamkeit von Promotional Merchandise, zur haptischen Werbung, zum psychologischen Besitzgefühl und zur Media-Mix-Wirkung. Die Forschung belegt positive Effekte auf Markenwahrnehmung und -glaubwürdigkeit, auf Einstellung, Kaufabsicht und Empfehlungsabsicht.

Warum können auch unbekannte Marken von Werbeartikeln profitieren?

Eine Studie zur beiläufigen Nutzung von Promotional Merchandise zeigt, dass unbekannte Marken besser bewertet werden können, wenn Menschen gebrandete Produkte benutzen. Der Effekt kann sogar dann eintreten, wenn das Logo nicht bewusst im Vordergrund steht.

Sind teure Werbeartikel wirklich besser?

Nicht unbedingt. Der Preis entscheidet nicht über die Wirkung. Auch ein günstiger, aber nützlicher und passender Artikel kann wirksamer sein als ein teurer, unpassender. Wichtig sind Wertigkeit, Qualität, Relevanz und der Kontext.

Können Werbeartikel andere Werbung ersetzen?

Im Regelfall sollten Werbeartikel nicht andere Werbemaßnahmen ersetzen, sondern ergänzen. Studien zum Media-Mix belegen, dass Werbeartikel besonders dann stark sind, wenn sie sinnvoll mit anderen Kommunikationsmaßnahmen kombiniert werden.

Wie lässt sich die Wirkung von Werbeartikeln messen?

Möglich sind z. B. QR-Code-Scans, Landingpage-Besuche, Rücklaufquoten bei Mailings, Messekontakte, Terminbuchungen, Kundenfeedback, Wiedererkennung in Befragungen oder Social-Media-Reaktionen. Wichtig ist, sich zuvor ein Ziel zu setzen.

Fazit: Werbeartikel wirken dann, wenn sie mehr sind als bedruckte Sachen

Die wissenschaftliche Lage ist klar: Werbeartikel können ein wirksames Marketinginstrument sein. Ihre Wirksamkeit liegt nicht im Logoaufdruck, sondern in der Kombination von haptischen Erfahrungen, Nutzen, Wiederholung, Markenaffinität und Beziehung.

Besonders interessant sind Werbeartikel für Marken, die Vertrauen schaffen, neue Kontakte aktivieren oder langfristig im Alltag bleiben wollen. Positive Effekte auf Markenbewertung, Glaubwürdigkeit, Einstellung, Kaufbereitschaft und Empfehlungsbereitschaft zeigen Studien vor allem, wenn Werbeartikel sinnvoll in den Werbemix integriert werden.

Wichtig ist: Ein Werbeartikel wirkt nicht automatisch, nur weil er ein Logo trägt. Er wirkt, wenn er zur Marke passt, für den Empfänger von Belang ist und wenn er eine positive Nutzungserfahrung schafft.

Gute Werbeartikel werben nicht aufdringlich. Sie bleiben.

Quellen und weiterführende Studien

Weiterführende Beiträge

Warum Haptik psychologisch eine besondere Rolle spielt, erklären wir im Beitrag über haptische Werbung und die Psychologie hinter Werbeartikeln.

Welche konkreten Erfolgsfaktoren über die Wirkung entscheiden, zeigt der Beitrag über die Erfolgsfaktoren wirksamer Werbeartikel.

Wie Werbeartikel digitale und klassische Kanäle ergänzen, lesen Sie im Beitrag über Werbeartikel im Marketing-Mix.

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Wer Werbeartikel erfolgreich einsetzen möchte, sollte nicht mit dem Produktkatalog anfangen, sondern mit der Zielgruppe, dem Anlass, der Markenbotschaft und der gewünschten Wirkung. Genau dabei unterstützen wir von der Tengler Werbemanufaktur.

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