Blog 07.08.2026: UV-Direktdruck im Haus
Neu im Haus: UV-Direktdruck für Werbeartikel – individuell und ab kleinen Mengen
Ein neuer UV-Flachbettdrucker erweitert unsere Produktion. Was das für kurzfristige Anfragen, Kleinserien und personalisierte Werbeartikel bedeutet.
Manche Anfragen kommen mit Vorlauf – und manche kommen freitagmittags, wenn die Messe am Dienstag beginnt. Für genau diese Fälle haben wir unsere Produktion erweitert: Mit einem UV-Flachbettdrucker vom Typ Roland VersaOBJECT MO-240 bedrucken wir Werbeartikel künftig direkt bei uns im Haus in Ingolstadt – auch dann, wenn es schnell gehen muss oder die Stückzahl klein ist.
Was UV-Direktdruck eigentlich macht
Beim UV-Direktdruck wird die Farbe nicht auf einen Zwischenträger gebracht, sondern direkt auf den Gegenstand gedruckt. Statt zu trocknen, härtet die Tinte in Sekundenbruchteilen unter LED-UV-Licht aus. Das hat zwei praktische Folgen: Das Motiv ist sofort wischfest und weiterverarbeitbar – und es funktioniert auf Materialien, die sich sonst schwer bedrucken lassen.
Der Unterschied zu den Verfahren, die wir bisher eingesetzt haben, liegt vor allem in der Flexibilität. Für Tampondruck oder Siebdruck braucht es ein Klischee beziehungsweise ein Sieb – Werkzeuge, die einmal angefertigt werden müssen und sich erst ab einer gewissen Menge rechnen. Im UV-Direktdruck entfällt dieser Schritt. Die Druckdatei geht direkt an die Maschine.
Was das konkret für Sie bedeutet
Kleine Mengen werden wirtschaftlich. Weil kein Werkzeug angefertigt werden muss, entfallen die entsprechenden Einrichtungskosten. Damit sind auch 10, 25 oder 50 Stück sinnvoll umsetzbar – Mengen, die bei klassischen Verfahren an der Werkzeugkostengrenze scheitern.
Kurzfristige Anfragen werden machbar. Ohne Klischee-Fertigung und ohne externe Veredelungspartner verkürzt sich die Kette deutlich. Wir drucken im eigenen Haus, mit unserem eigenen Zeitplan.
Jedes Stück kann anders sein. Da jedes Motiv einzeln gedruckt wird, kostet ein Namenszug oder eine Standortangabe pro Stück keine zusätzliche Rüstzeit. Personalisierte Onboarding-Geschenke, Präsente mit Namen, standortspezifische Varianten – alles im gleichen Auftrag.
Muster vor der Serie. Bevor eine größere Produktion startet, können wir ein echtes bedrucktes Muster zeigen. Kein Rendering, kein Vorschau-PDF, sondern das Produkt in der Hand. Das nimmt Abstimmungsrunden die Unsicherheit.
Vollfarbige Motive statt Farbflächen. Fotos, Verläufe, feine Abstufungen: Der Direktdruck bringt bei 1.200 dpi auch Motive aufs Produkt, die sich in Tampondruck oder Gravur nicht darstellen lassen. Mit weißer Tinte als Grundierung wirken Farben auch auf dunklen Materialien kräftig – und mit Glanzlack lassen sich einzelne Elemente hervorheben.
Worauf wir drucken können
Das Verfahren ist erfreulich materialunabhängig. Kunststoff, Metall, Glas, Holz, Leder, Karton, Textilgewebe, beschichtete Oberflächen – all das ist möglich. Entscheidend ist weniger das Material als die Form: Der Druckbereich umfasst 610 × 458 Millimeter, und der Gegenstand darf bis zu 204 Millimeter hoch sein. Es geht also nicht nur um Flaches. Auch Boxen, Powerbanks, Holzkisten, Etuis oder Notizbücher lassen sich direkt bedrucken – überall dort, wo eine ausreichend plane Fläche vorhanden ist.
Für rundum bedruckte Zylinder – etwa Trinkflaschen oder Thermobecher – bleiben unsere bewährten Verfahren die richtige Wahl. Auch dafür haben wir eine Lösung, nur eben nicht auf dieser Maschine.
Typische Anlässe aus der Praxis
- Onboarding und Mitarbeitergeschenke – Willkommenspakete mit Namen, Teamgeschenke in kleiner Auflage
- Messen und Events – Give-aways für eine einzelne Veranstaltung, wo keine Jahresmenge nötig ist
- Jubiläen und Kundengeschenke – hochwertige Einzelstücke oder kleine Serien mit Datum und Anlass
- Muster und Freigabeexemplare – ein echtes bedrucktes Stück vor der Serienproduktion
- Interne Kennzeichnung – Schilder, Plaketten, Beschriftungen auf Kunststoff oder Metall
- Nachbestellungen in Restmengen – wenn nur noch 30 Stück fehlen und sich eine neue Serie nicht lohnt
Wann andere Verfahren besser sind
Ehrlich gesagt: Der UV-Direktdruck ersetzt nicht alles. Bei größeren Auflagen bleibt der Tampondruck als Verfahren mit dem besten Verhältnis von Stückkosten zu Menge oft die klügere Wahl, weil sich das Werkzeug dann rechnet – und er kommt auch mit gewölbten Flächen zurecht, auf denen der Flachbettdruck an Grenzen stößt. Für sehr deckende, kräftige Flächen auf Textil spielt der Siebdruck seine Stärken aus. Und wenn eine Kennzeichnung dauerhaft, materialecht und wertig wirken soll – etwa auf Metall oder eloxierten Oberflächen – ist die Lasergravur weiterhin das Mittel der Wahl.
Genau diese Abwägung nehmen wir Ihnen ab. Wir haben inzwischen alle vier Verfahren im Blick und wählen mit Ihnen das, was zu Motiv, Material, Menge und Termin passt – nicht das, was gerade freie Kapazität hat.
Mehr zu den einzelnen Techniken finden Sie in unserer Reihe: Tampondruck, Siebdruck und Lasergravur.
Die Technik in Kürze
- Gerät: Roland VersaOBJECT MO-240, UV-Flachbettdrucker
- Druckfläche: 610 × 458 mm
- Objekthöhe: bis 204 mm
- Auflösung: bis 1.200 dpi
- Farben: CMYK, Weiß, Glanzlack, Primer (ECO-UV 5)
- Materialien: Kunststoff, Metall, Glas, Holz, Karton, Leder, Gewebe u. a.
Was jetzt möglich ist
Wenn Sie ein Projekt haben, das bisher an Mindestmengen, Werkzeugkosten oder Terminen gescheitert ist – fragen Sie es einfach noch einmal an. Die Antwort könnte inzwischen anders lauten.
Das gilt besonders für Kunden mit einem Ordernet-Shop: Auch kurzfristige Sonderartikel oder personalisierte Varianten lassen sich künftig leichter in bestehende Bestellprozesse einbinden.
Sprechen Sie uns an – wir schauen gemeinsam, was für Ihr Vorhaben sinnvoll ist, und zeigen Ihnen auf Wunsch ein bedrucktes Muster.